Donnerstag, 21.02. 2008, Gemtree, NT

In meinem letzten Bericht vom 24.1.2008, Alice Springs habe ich bereits vorweggenommen, dass Gemtree am Plenty Highway ca. 140 km nord-östlich von Alice Springs unsere „neue Heimat" auf Zeit wird.
.......dort gibt es eine Menge Information über den Campingplatz, der jetzt im heißen Sommer fast menschenleer ist.
Immerhin sind wir jetzt schon vier Wochen hier.....und es gab Nächte, da waren wir die einzigen Gäste. Dann wieder kommen plötzlich viele Leute, und es ist immer gut, mit den Campern, Reisenden, Arbeitern, .....zu plaudern. Auf diese Art habe ich viele neue Kontakte gefunden.

Da waren die 3 Lehrer, die am 30.1.2008 das neue Schuljahr in Alcoota-School, Engawala Community beginnen sollten. Die Schule war noch nicht fertig für Unterrichtsbeginn und die Wohnhäuser für die Lehrer waren noch nicht geliefert. Also wurden die Lehrer in Gemtree am Campingplatz in den 2 zur Verfügung stehenden Cabins untergebracht und fuhren täglich zur Schule, ca. 50 km auf teilweise dirt road, wo zwar die ersten Tage keine Kinder waren, aber der Dienst wurde trotzdem gehalten.
Direktor gab es auch noch keinen - dafür kam am Montag 4.2.2008 Phill, ein passionierter Astronom (habe die Mondoberfläche gesehen, den Ring des Saturn und noch viele mehr Sterne), als „Ersatz-head teacher" für Alcoota School. Der „Über Head teacher" sitzt in Alice und ist Verwalter für rund 10 „Out-station Schools". Phill bereist in seinem Dienst alle „Bush Schools" des Zentrums im Northern Territory um spezielle Reifetests zu machen - und ist wenn Not am Mann ist auch so etwas wie ein „Springer". Wenn man bedenkt, dass Alice Springs von Kintore - seiner entferntesten Schule rund 500 km (meist dirt road) entfernt ist, so muss er ganz schöne (bezahlte) Reisekilometer in Kauf nehmen.
Phill war also der alte Hase, denn Jenny, Joe und Paul warn „neu" aus Melbourne eingeflogen um ihre „Bush experience" zu versuchen. Lehrer werden im NT dringend gesucht. ESL (English as a Second Language) Erfahrung bevorzugt.....also.....da hätte ich sicher auch Chancen. ... und außerdem, ist die Bezahlung scheints sehr gut.
Ich habe auch noch mit dem englisch/spanischem Paar, das sich auf einer 2-jährigen Weltreise befindet eine köstliche Flasche vom Tanunda Estate im Barossa Valley (einer der ältesten winery in diesem Gebiet) getrunken. „The Chateau Grange" 2005, Cabernet Sauvignon - ein Top Range Wein aus Tanunda, getrunken bei einer sternenhellen Neumondnacht....denn Licht hatten wir keines, Cameron hatte den Generator statt um 22.00 Uhr bereits um 20.00 Uhr ausgeschaltet, weil keiner von uns vorher Licht an hatte. Der Wein hat trotzdem geschmeckt und wir hatten angeregte Gespräche. Laura und Felix kamen nach Gemtree um die nahen Zirkon- und Granatfelder zu durchsuchen, und Felix hat wirklich einige schöne Granat-Stücke gefunden.
Und, und, und.....so kann sicher jeder der hier in Gemtree Station macht, seine besondere Geschichte erzähle. Denn immerhin liegt Gemtree mitten im roten Zentrum. Nächste Tankstelle - Alice Springs, ca. 140 km oder in Richtung Osten nach Jervois Station, 208 km,
nächste weitere Tankstelle nach 470 km Boulia in Queensland.
Um die Lage von Gemtree nochmals zu erklären: Alice Springs im Zentrum von Australien - 1.500 km nördlich von Port Augusta und 1.500 km südlich von Darwin. Von Alice Srpings nach ca. 30 km nördlich über den Wendekries des Steinbockes weiter in Richtung Norden und nach weiteren 40 km abbiegen in Richtung Osten auf den Plenty Highway. Von dort sind es weitere 70 km bis Gemtree eine kleine Oase im australischen Busch.



Wir sind sehr froh, dass wir hier unsere „Zelte" nun für länger aufschlagen können, denn so brauchen wir nicht unseren eigenen Strom mit einem Generator erzeugen - sondern haben von 6.30 Uhr bis 22.00 Uhr Strom aus Gemtree, haben eine Toilette- und Duschanlage und die Möglichkeit den Regenwassertank der Chamers Familie am Campground für Trinkwasser zu benützen, Bore water zum Waschen gibt es mehr als genug.....und einen kleinen shop gibt es auch, sollten wir beim Großeinkauf in Alice etwas vergessen haben.
Es geht uns hier sehr gut und wir genießen unser Camp am Rande des Campingplatzes....wo wir viel Platz in Anspruch nehmen können. Immerhin haben wir einen großen Wohnwagen, einen Ford Falcon, einen Range Rover, einen Truck, einen Traktor und 3 Anhänger, einen Kinderwagen, ein Dreirad, eine Rodel sowie eine Menge sonstiges „Zeug", und natürlich „Kaiser" unseren Hund, der hier auch herzlich willkommen ist.
Shane und Darrel (Duffy) machen von Gemtree aus ihre „Bush Runs" um im Sinne von „greenies" die Rubbish Tipps der Communities und Outstations von Aboriginal People nach Teilen - besonders gefragten Autoteilen und Kupfer zu durchsuchen und somit im Sinne der Umwelt zu wirken, denn so wird somit ein Teil des Mülls entsorgt - und zu Geld gemacht.
China kauft und kauft......was den Preis für Kupfer, Alufelgen, Altmetall etc. ziemlich in die Höhe getrieben hat und Schrott-Händler in Alice Springs gutes Geld dafür bezahlen.
Neulich waren Angas und ich in Engawala dabei, wie die zwei Männer gearbeitet haben. Harte Arbeit.....aber Shane liebt es zu sehen, wie er den Truck voll laden kann um mit dem vollbeladenen Truck ins Camp zu kommen und früh am nächsten Morgen nach Alice zu fahren.
Dies ist dann immer ein spannender Tag.
Tagwache um 4.00 Uhr, Abfahrt um 5.00....sodass wir gegen 7.00 / 7.30 Uhr den Truck zum Ausladen übergeben können. Mit dem Ford geht es dann in die Stadt um Ersatzteile, Lebensmittel und andere Notwendigkeiten zu kaufen, die Post zu erledigen, emails zu schreiben und einen guten Kaffee in der Tod Mall zu trinken / denn im Camp gibt es nur Löskaffee!!!!
Gegen 15.00 Uhr ist der Truck fertig abgeladen, auftanken, letzte Erledigungen, sodass wir gegen Sonnenuntergang ca. 19.00 Uhr wieder in Gemtree im Camp sind und unser fertig gekauftes Grillhenderl mit Cowlslow (Rohkostsalat) verzehren. Am nächsten Tag muss dann alles frische Obst, Gemüse und Fleisch verstaut werden, die Tiefkühltruhe wird wieder voll, damit wir bis zum nächsten Besuch in Alice nicht hungern müssen.
Auf seinen Bush trips besucht Shane natürlich auch seine malenden Freunde um diese Seite unserer Geschäfte nicht zu vergessen.
Gemtree liegt am Rande von Utopia und seinen vielen kleinen Outstations sodass der Zugang zu Lindsay Bird und seiner Familie, zu Greeny Purvis und zu den Petyarre´s nicht weit ist.
Während Shane und Duffy ihre drei bis fünf Tage im Busch sind bleiben Angas und ich in Gemtree.

Ich genieße die Tage hier mit unserem kleinen Bub- obwohl ich zugeben muss, dass ich mich noch nicht an die Hitze gewöhnt habe - wir haben zwar kein Thermometer - aber ich glaube wir haben seit Wochen täglich um die 40 Grad und mehr.
Auch an die Fliegen konnte ich mich in keiner Weise gewöhnen. Sobald die Sonne so gegen 6.00 / 6.30 heraußen ist, kommen auch die Fliegen, und sie bleiben - bis zum Sonnenuntergang. Abendessen gibt es daher prinzipiell nach 19.30 Uhr....da können wir in Ruhe essen. Frühstück und Mittagessen, das ist eine schnelle Sache, denn die Fliegen essen mit - nicht in dem Ausmaß wie ich es in Oodnandatta bereits erlebt habe, dass dein Essen in kürzester Zeit mit Fliegen überzogen war und schwarz war.....aber unangenehm ist es trotzdem.
Aber.....das ist so...


Tagwache ist mit Sonnenaufgang, herrlich die vielen Vögel zu hören...denn wir schlafen natürlich draußen. Frühstück, „Kaiser" versorgen, Dusche, Geschirr waschen, Wäsche,.....und natürlich viel spielen mit Angas und auch spazieren gehen - oft gleich am frühen Morgen, da ist es noch schön kühl im Schatten unserer Mulga Büsche und dann ab ins „Wasch Schaffel" - kleine Badewanne für Angas zum Abkühlen.
Wenn Shane und Duffy hier sind ist es ähnlich, mit ein bisschen mehr kochen. (Etwas Neues für mich und eine Herausforderung ohne Kochbuch und ohne Erfahrung, aber australische Buschmänner sind mit „Roast und Pumpkins und Potatoes" auch zufrieden, wenngleich ich auch schon Paprikahuhn mit Nockerl, Krautfleckerl, gekochtes Rindfleisch mit Sauerkraut und Serviettenknödel und Palatschinken gekocht habe!)

Am Nachmittag gibt es für Angas eine tägliche besondere Belohnung.......ein Schleckeis in Carmel´s Shop / dem auch eine „Gem Shop" mit Schmuck gefertigt mit Steinen aus den Harts Ranges angeschlossen ist /. Wir freuen uns beide auf diesen Spaziergang, bei dem wir auch Cameron`s Maschinen Park bewundern, am Billabong / Teich / die Fische und Vögel beobachten und einen Spaziergang durch den weitläufigen Park mit angeschlossenem Golf Kurs machen.
Die „Greens" am Golfplatz sind „Sandkisten"...irgendwo im Park. Also „Golfreise" nach Gemtree????? Ich weiss nicht, was ein echter Golfer dazu sagen würde, denn von Gras ist weit und breit keine Spur.

Mir geht es mit Angas sehr gut und wir haben uns aneinander herrlich gewöhnt.
Als wir hierher gekommen sind haben wir einige Zeiten des „Schreckens" hinter uns gebracht. Um die Zeit des Australia Day gab es hier viele Gewitter - leider in Gemtree ohne Regen. Der ist nördlicher und östlicher niedergegangen, in Unmaßen. Queensland - Longreach und Charleville waren und sind überflutet, und im Norden um Darwin regnet es noch immer. .... doch hier im Zentrum hatten wir einige wenige Nächte mit ein bisschen Regen, der meiste übrigens am Australia Day, Samstag, 26.1.2008, den wir mit Blitzen aber hier ohne Feuerwerk verbracht, und mit Roast und Potatoes und VB begangen haben.
Angas hat ziemlich viel Angst vor Wind, Blitz und Regen.....er musste während der Gewitter oft richtig beruhigt werden.

Oft habe ich Sonnenaufgänge am Billabong beim Shop am Eingang zum Campground genossen, wo hunderte Kakadus, Ghallas, Buschtauben, Willie Wegtails und kleine Papageien munter werden. Ein Schauspiel der Natur. Neulich bei Sonnenuntergang bin ich mit Angas auf seinen beliebten „verzauberten" Steinen gesessen und da kam ein Dingo zum Durstlöschen ans Wasser. Angas wollte ihn sofort einfangen.....aber flugs war der Dingo durch den angrenzenden Creek wieder weg.

Übrigens .... am Freitag, 8.2.2008 hatte Angas seinen zweiten Geburtstag. Gefeiert haben wir bereits am Donnerstag, mit Torte, Geburtstagsbanner, Hüten, Geschenken,....weil Shane am Freitag wieder wegfuhr.
Angas wiederholt mittlerweile viele Wörter, versteht mich wenn ich deutsch mit ihm spreche, versteht Shane wenn er englisch mit ihm spricht, erinnert sich an ein paar Kaytetye Wörter und ist im übrigen sehr neugierig und sicher eines jener Kinder die als „agile" bezeichnet werden. Er ist überall oben, unten und will alles erkunden und überall helfen (Darum hat er auch „Bob the Builder Werkezug" erhalten um seinen Papa viel zu helfen) und freut sich kleine Aufgaben zu übernehmen. Ansonsten ist natürlich Spielen seine Lieblingsbeschäftigung, aber auch die Vögel beobachten und auf „Kaiser" zu achten.
Schade, dass wir hier nicht auch andere Kinder zum Spielen haben, das wäre von Zeit zu Zeit sehr gut für ihn. Aber so ist er halt der „kleine Prinz", der wie viele australische Buschkinder ohne Spielgefährten aufwächst. .... oder zumindest im Moment ohne Spielgefährten ist.

Während der Zeit in der wir hier in Gemtree sind, haben wir einige wichtige Ereignisse der Weltgeschichte nicht mitbekommen.... sowie auch ein Stück australische Geschichte uns nur am Rande berührt hat.

Australia Day, 26. Jänner (zur Erinnerung der Landung der ersten Flotte mit englischen Gefangenen am 26.1.1788)...der war hier ruhiger gefeiert als in Sydney und Melbourne und anderswo. Nicht mit BBQ im Park wie in vielen kleinen Communities. War ein ganz normaler Tag....mit Gewitter und Regen. Allerdings, eine kleine Besonderheit am Rande. Australia Day viel auf einen Samstag, und damit die Australier auch wirklich einen Tag frei haben wurde Montag der 28.1.2008 zum Feiertag „anstatt" erklärt. Ja ja die Aussies wissen zu leben.

Das Ende der „Australian Open" in Melbourne ging an uns vorüber. In Mildura, bei Jimmy; da haben wir noch viele Spiele im TV gesehen......aber...jetzt wissen wir nicht einmal wer gewonnen hat.

Am Dienstag, 12.02.2008 besuchte Major General Dave Chamers Engawala. Im vergangenen Jahr hat das Militär quasi die Macht in vielen Outback Communities übernommen, um Alkoholismus, Misshandlungen, Missstände und Gewalt einzudämmen. Berichten des „Springers Phill" hat es kein einziges Kind mehr in die Bush-Schools gebracht...und er glaubt, dass sich die Probleme von den Communities mit Alkohol- und Gewaltpotentialen in die größeren Siedlungen wie Alice Springs, Tennant Creek, Katherin und Darwin verlagert. An und für sich sind die Communities ja „dry" d.h. ohne Alkohol....aber....!!!!
General Chambers ist das Befehlsoberhaupt des „Takeover" und somit war an diesem Tag in Gemtree auch einiges los, weil das „Gefolge" solcher Besuche immer beeindruckend ist. General Charmers hat auch Alcoota School besucht, was Phill ein wenig nervös machte .... aber er meinte am Abend in 15 Minuten war alles vorbei.

Und dann kam Mittwoch, 13.02.2008....der große „SORRY DAY" auf den die Stolen Generation so lange gewartet hat, und der jetzt mit der neuen Regierung unter Kevin Rudd die seit Mitte Oktober im Amt ist so rasch Wirklichkeit wurde.
Die offizielle Entschuldigung der australischen Regierung an die „Stolen Generation" wurde ausgesprochen.....und die ganze Nation lauschte den Worten von Kevin Rudd. Ich leider nicht......denn wir haben in Gemtree weder Radio- noch TV-Epfang. (Die Charmers haben...aber....das wäre zu viel verlangt!)
So kaufte ich am nächsten Tag (14.2.2008 - Valentinstag) sämtliche Zeitungen in Alice Springs um ein Bild vom „SORRY" zu erhalten.
Das müssen Momente der Freude, der Trauer, der Zuversicht und der Hoffnung auf Änderung sein - aber in erster Linie der Beginn eines Heilungsprozesse für Unrecht aus der Vergangenheit.
Unter der Regierung John Howard war die Entschuldigung auf Grund eiskalten Klimas nicht möglich. John Howard blieb den Feierlichkeiten in Canberra fern, obwohl vier abgedankte Prime Ministers den Festakt mit der Regierung von Kevin Rudd beiwohnten.
Leider- so habe ich diesen SORRY DAY auch nur am Rande mitbekommen, so wie im Mai 2000 den legendäreren Marsch der Versöhnung über die Sydney Harbour Bridge. Auch da war ich im Busch.
Die Busch - Communities haben zum Teil mit Einladung zum Morning Tea die Zeremonie im TV verfolgt - sowie auch die Kinder in Alcoota School. Phill meinte am Abend, sie hatten allerdings keine Ahnung worum es da ging, und die neu angekommenen Lehrer aus Melbourne konnten nicht verstehen, dass die Busch Kinder kein Interesse an dieser historischen Szene hatten.
Shane war auch am 13.2.2008 von einem Busch Run nach Hause gekommen. Er hätte schon einen Tag früher kommen können, aber Aboriginal People hatten die Strasse gesperrt ( nicht den Highway, aber die Backroads), weil in Utopia noch immer „ceremony Zeit" ist.
Die Buben die von ihrem Walkabout zurückkehrten, werden nun feierlich getanzt und eingeweiht - mit aller Freude und mit allem echten körperlichen Leid. Auch die „Red Bands" („Guadaitschie men", Gesetzeshüter) waren da, und mit ihnen ist nicht zu spaßen. Also wartete shane einen Tag, um dann die Erlaubnis der Weiterfahrt zu erhalten. ..... Es hätte auch länger dauern können.
Und am Donnerstag, 14.2.2008 in Alice Springs bot sich um 14.00 Uhr das übliche tägliche traurige Bild - am Donnerstag verstärkt, da ist Geld Tag: Um 14.00 Uhr, wenn die „Bottleshops" öffnen, werden sie gestürmt, von Aboriginal People. Also auch da keine Änderung.
Die Bewegung des Sorry ging auch von den Städten aus, und wird langsam ihren Weg in den Busch machen. Ein großer Spalt will geschlossen werden, der zwischen whitefella und blackfella......ob das je möglich sein wird?
Meines Erachtens sind da zu viele Gegensätze und zu viele Hilfsmaßnahmen ohne Gegenleistung. Und es ist anzunehmen, dass hunderte Fälle von Kompensationsansprüchen kommen - Tasmanien hatte seinen Fall, Victoria folgt mit dem nächsten.

Ich bin neugierig, wie diese heiße politische Frage, dieses politisch-menschlich-soziale Thema seinen Weg in die nächsten Jahren nimmt. Die Gräben sind tief. Hier im Busch, da ist ein gemeinsames Leben notwendig, da ist es anders. Da akzeptiert jeder jeden - obwohl oft Unverständnis für die vielen Hilfsmaßnahmen aufkommt, die im Sande verlaufen.
Das Thema Aboriginal People hat einen immensen Verwaltungsapparat kreiert und viele Weiße sagen wahrscheinlich zurecht - warum müssen wir für Schule, Medizin etc. zahlen.......und Bleckfella bekommt es einfach so?????...ohne dies zu nützen.
Doch hier wieder auch der Blick auf unseren Sozialstaat.....zu bekommen, ohne dazu Gegenleistungen erbringen zu müssen, zu bekommen ohne Verantwortung übernehmen zu müssen, das führt nicht zu sozialer Integration - sondern zu abhängigen Wesen.

Shane kommt heute, Donnerstag, 21.2.2008 um 16.00 Uhr von seinem Busch-Run zurück. Angas freut sich immens - wie immer und strahlt in den Busch hinaus "PAPA!"...schon beim Klang der Motoren des trucks.
Shane sagt auch, er habe Lindsay Bird gestern abends in Tamahawk, einer der vielen Outstations in Utopia gesehen - er stand Wache, dass in keinem der Autos Frauen waren, denn die Ceremonies erreichen ihren Höhepunkt.

...übrigens....wir glauben beide, dass am Mittwoch, 20.2.2008 der heißeste Tag war....immerhin hatten die Leute von Centerlink im Auto um 17,.00 Uhr noch immer 42 Grad Celsius Außentemperatur angezeit.....und Shanes Mutter hatte auf der Terasse in Oak Valley, SA, 48 Grad.

Wir haben Vollmond.....ob das hier die Temperaturen in die Höhe treibt?
...ich hoffe, auf etwas kühlere Tage und weniger Fliegen.

Bis dann.
Maria, Shane, Angas
www.gemtree.com.au
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