Elbale / Bonya - am Plenty Highway, Freitag, 31.7.2008

Seit ich meinen letzten Bericht geschrieben habe sind wir mittlerweile in unseren „Van" eingezogen. Als Shane und Angas retour kamen von ihrem Besuch im Norden bezogen wir den frisch geputzten Wohnwagen, der jetzt unser Heim ist. Seit Anfang Juli ist es also vorbei mit den Nächten im Freien. Es ist mittlerweile wirklich kalt geworden und immer wieder kommen so richtig windige Tage, sodass es sogar im Van kalt ist und ich mich am Morgen immer überwinden muss, aufzustehen. Ich genieße es, dass Shane Kaffee kocht und warte auf sein „klingekling" wenn er diesen umrührt. Angas schlüpft dann von seinem Reisegitterbett ganz rasch in unser großes Bett, wo er die Wärme genießt bis er dann lauthals verkündet: „Schuh" ( oder ist es „shoe"?) was so viel heißt wie: „Ich will jetzt aufstehen. Ziehe mir bitte meine Schuhe an, dann kann ich hinaus." Oft mag er wirklich NUR seine Schuhe anziehen. (Er ist ganz stolz auf seine neuen „Bob the builder" - Schuhe und etwas traurig, dass er beim letzten Tripp seinen „Bob the builder" - Hut verloren hat!) Es braucht dann etwas Überredungskunst, ihm auch Kleidungsstücke anzuziehen. Zwischendurch hatte ich Rollkragenpullover, Pullover und dcke Jacke an. Heute, 31.7.2008 ist der erste richtige Sommertag mitten im australischen Winter. Laue Nacht, angenehmer Morgen und warme Sonnenstrahlen krönen den Tag. Seit meinem letzten Bericht waren Shane und Angas wieder eine Woche im Norden. Diesmal ganz offiziell zu einem „meeting" bei dem Angas anwesend sein musste, um nicht seine Landrechte für sein „grandfather's country" zu verlieren. Bergbaugesellschaften erschließen nach und nach das Land und zahlen den „traditional owners royalties" (ähnlich wie Tantiemen an die traditionellen Besitzer). Und Angas ist nun eingetragen in seinem Freehold land um sein Geld zu erhalten.

Wenn wir in unseren Kreisen von „meeting" sprechen, dann ist das eine ganz bestimmte Zeit, absehbar, klar definiert. Anders hier. Bis all die „traditional owners" versammelt sind, kann das Tage dauern. Die Anwälte etc. warten, erledigen zwischendurch auch andere Landrechte. Sollt es zu lange dauern, dann kann das eine oder andere „meeting" (Vertragsabschluss) nicht durchgeführt werden. Vertagt. Auf unbestimmte Zeit. Ursprünglich sollte das „meeting" für Angas und seinen Clan mit diversen Landrechten für verschiedene Gruppen am Montag, 14.7.2008 beginnen. Am Sonntag haben wir erfahren, vertagt auf Beginn Donnerstag, 17.7.2008. Shane kam dann am Sonntag, 27.7.2008 zurück, weil das meeting Angas betreffend erst am Freitag, 25.7.2008 abgehalten wurde....und das war nicht sicher. Jedenfalls ist er eingetragen auf seine Rechte.....wann das nächste meeting sein wird....."You will hear it on the grapevine!"

Ja und ich habe mittlerweile meinen letzten Vollmond im australischen Busch miterlebt (Freitag, 15.7.2008 - beim nächsten am 16.8.2008 bin ich in Perth). Am 15.7.2008 war ich ganz allein in Elbale und ich habe den aufgehenden Vollmond bewundert. Shane und Angas waren beim „meeting", Christine, Banjo und Duffy unterwegs nach Urandangie (für einen Tag - weg waren sie dann eine ganze Woche!). Markus (Banjo's tribal Neffe) und Bath (dessen Freundin), die einige Zeit hier verbrachten, sind auch wieder retour in Bonya (da beide dort arbeiten) und so sind Kaiser, unser Hund, und ich zu einer Woche ganz alleine in Elbale gekommen. Übrigens: Im Jänner 2008 nannte ihn Angas „K", dann kam die „Kajer"-Phase und seit Mitte Juli heißt er „Kaißer" (mit einem sehr scharfen „ß" gesprochen, vielleicht damit wir es besonders gut hören?).
Ich habe viel am PC gearbeitet und hoffe, dass meine neuen Schulshows dann auch so über Beamer laufen, wie sie sich am PC präsentieren. Gelöscht habe ich keine Fotos mehr, hoffte aber während der Vorbereitungszeit noch auf einige „Ausflüge" um fehlende Bilder nachzuholen. Teilweise arbeitete ich im Freien, da es draußen während des Tages wärmer war als im Van.
Ja und so ist mein letztes Monat in Australien angebrochen - mit mir alleine im großen Outback. Eine gute Erfahrung, wenn auch zweimal in der Nacht Autos eingerollt sind. Ich war natürlich der Meinung, „Banjo and the mob" seien zurück. Aber es waren immer nur Verwandte die ihr Camp aufgeschlagen haben und so wie sie wortlos gekommen waren auch wieder wortlos verschwanden.

Kaiser und ich genossen unsere Spaziergänge am Morgen (mit besonders viel Vogelgezwitscher) und am Abend. Die gelben kleinen Blumen sind auch retour (ähnlich wie kleine Arnika). Ich kenne sie von früheren Reisen, da ich ja meist Juli und August im Outback war, freue mich über die gelben Wiesen vor mir, mitten im roten Zentrum. Das tut der Seele gut. Und der Sternenhimmel nach den Vollmondnächten ist immer ganz super, bis dann der Mond aufsteigt. Mittlerweile werden die Tage ja wieder länger, was hier nördlich des Wendekreis des Steinbockes nicht so auffällig ist, wie bei uns. Es ist ja fast nur eine Stunde Unterschied vom Sommer-zum Wintersonnenaufgang bzw. Untergang.
Leider habe ich heuer scheint's ein Jahr mit wenigen Sternschnuppen erwischt. Manche sind zwar Monster - aber - ich kann sie nicht täglich sehen, wie in so vielen anderen Jahren.
Ja und was hat sich so alles getan, in den letzten Wochen, hier in Elbale am Plenty Highway, wo eigentlich Zeitlosigkeit herrscht?

Ich kann wieder am Herd kochen, somit ist die Zeit der Brandblasen beim Kochen am offenen Feuer vorbei. Ich habe allerdings gelernt, Damper (australischer Buschbrot) zu machen. Christine, Bajos Partnernin, ist eine gute Lehrmeisterin. Mir zeigte sie, wie man Damper richtig macht. Es hat schon seine drei bis vier Versuche gebraucht, bis ich statt „Steinbrot" richtig gutes frisches, weiches Brot mit leckerer Kruste im Campoven herstellen konnte. Mit Feuer machen, Kohlen erzeugen und allem drum und dran. (Ich bin schon neugierig, ob das auch zu Haue im Elektroherd funktioniert?) Christine lehrte mich nicht nur Damper zu machen sondern zeigte mir auch, wie man „clapsticks" fabriziert. Vom Aussuchen der richtigen geraden Äste, übers Sägen, Schälen, Feilen, Schleifen (mit Glasscherben statt mit Sandpapier) und Muster einbrennen. Ich habe nun mein Paar clapsticks, das ich selbst hergestellt habe. Mein rechter Daumen ist heute noch aufgesprungen vom Feilen … aber … das ist statt der Brandblasen vom Kochen.
Wie ich schon erwähnte, Christine ist eine großartige Lehrmeisterin, die Duffy zeigte, wie Känguru richtig zerteilt wird, und Markus und Bath Anweisungen gab, wie sie die zwei Emus behandeln müssen, die Banjo und Christine neulich von einem Buschausflug mitgebracht haben (sind ins Auto gerannt und Banjo hatte eine riesige Delle!). „You have to do it proper way. That's the law! ". Die riesigen Laufvögel wurden auch in der Erdgrube gekocht, jedoch nicht direkt auf die heißen Kohlen gelegt. Eine Schicht Eukalyptusblätter diente als Isolationsmaterial und hatte einen herrlichen Duft in Elbale verbreitet.
Als nach cirka einer Stunde garen die Tiere aus der Erdgrube genommen wurden schälten Markus und Bath quasi Hautstreifen ab. Ich dachte schon, das wird für unseren Kaiser sein. Falsch gedacht, die Streifen wurden auf dem Grill geworfen - und das Fett darunter war fast beliebter als das Fleisch. Ich kostete beides. Das Fleisch ist gut. Kannte ich ja schon, ähnlich dem Strauss, den es ja in Österreich mittlerweile auch sehr oft zu kaufen gibt. Das Fett...na ja...."but this is the richness, this is what we want". Ich weiß bereits von anderen Tieren, dass die australischen Ureinwohner besonders das Fett jeglichen Tieres lieben. Und.....spät am Abend, als leider alle schon wieder zu viele Biere getrunken hatten (ein Teil, an den ich mich bei Banjo und Christine nicht gewöhnen werde) da konnte ich die von beiden am meisten geliebte Spezialität kosten „the guts"(der Magen). Vom Känguru her weiß ich bereits, dass ich diese Spezialität nicht besonders schätze. Ist zäh wie Kaugummi und fett, kaum zu beißen und bin mir nicht sicher, ob ich einen Geschmack feststellen konnte. Anders der Emu-Magen. Ich habe Christine beobachtet, wie sie diesen in Alufolie verpackte und ins Feuer warf, ohne zu waschen. Mir ist Gott sei Dank bekannt, dass Emus ihre Mägen mit Steinen und Holzkohle säubern - also kann er nicht so schmutzig sein.
Und so bekam ich ein Stück der „milk-guts" - fett, aber lecker, nicht so zähe wie Känguru und schmeckte irgendwie wie Omas „Nierndln mit Hirn".
So wie ich erwähnte, dass Christine eine gute Lehrmeisterin ist, so ist Banjo ein guter „sharer" (Verteiler). Selbst in Zeiten in denen nicht viel Fleisch im Kühlschrank ist hebt er immer Teile auf, um in die Stadt mitzubringen. Auch bei ihrer Abreise nach Urandangie wanderten die Emu-Teile in schwarze Säcke und mit auf die Reise. Meist hat dann der ganze Clan „a good feed" und Banjo steigt in der Rangordnung seiner Würde.

Von Mitte Juni bis Mitte Juli habe ich / haben wir / es ja nicht in die Stadt geschafft. Dafür machten wir allerdings einen Ausflug nach „Arltunga", den ersten Goldfunden im roten Zentrum, ca. 120 km auf der „backroad" über Ross River und Ross Highway nach Alice. Wir suchten die Überquerung der Harts Ranges auf Ambalindum Station - nicht gefunden. Wir standen zweimal vor Tafeln mit Warnungen hier nicht weiterzufahren. (Banjo meinte dann einfach: „We ignore them!") Dafür sind wir über den „Cattlewater Pass" gefahren, eine Strecke die sogar für unseren guten Landcruiser abenteuerlich war - und retour dann über Gardens Homestaed und Pinnacles Drive, um bei Gemtree wieder auf den Plenty Highway zu stoßen. Das Wochenende fuhren wir bestimmt 500 Buschkilometer, war aber schön. Arltunga Pub war leider geschlossen - ist zum Verkauf. Am Campingplatz befanden sich trotzdem genug Autos. Das scheint's dank der Tatsache, dass es zwei Gebiete gibt, die für „Goldschürfer" offen sind und mit einer „Diggers Licence" für das NT (kostet nichts) kann jeder sein Glück versuchen. (So wie auch in den zentralaustralischen Schürfffeldern nahe Gemtree!). Wir haben „out bush" unser Camp aufgeschlagen. Ein guter Platz mit viel Holz, leider auch windig. Shane hat sich da ordentlich verkühlt. Am nächsten Tag besuchten wir noch das sehr interessante Ranger - Informationsgebäude und die alten Reste von Polizeistation etc. Ja und dann ging es wieder retour, zwischendurch noch zwei Kängurus geschossen, die Shane in Mt Eagelbeak abgeben wollte. Aber, die ganze community war ausgestorben!!!!

Ein langes Wochenende sollte uns dann für drei Nächte nach Alice Springs bringen, zum Camel Cup am Samstag, 12.7.2008. Ich war noch nie bei einem australischen Sportereignis - so machte ich dieses zu meinem ersten und zu meinem Geburtstagswunsch. Die Fahrt nach Alice begann sehr früh - um 6.00 Uhr, belohnt wurden wir dafür mit einem Zauber aus 1.000 und einer Nacht. Der Morgenzauber war, als wäre er das erste mal für mich. Der Himmel in zartes rosa und blau gefärbt. Dann kamen die ersten Strahlen der Sonne, welche Berggipfel und Baumwipfel in Gold tauchten. Die Landschaft wurde weiß, dann schwarz und die Luft begann zu singen. Die Vögel hörten wir fast bis ins Auto (trotz Wellblechpiste)...und die vielen Kängurus die links und rechts des Highways waren brauchten diesmal keine Angst haben, abgeschossen zu werden. Angekommen in Alice erledigten wir einige wichtige Dinge um dann unsere Cabin am Campingplatz zu beziehen. Den Beginn der Cup Veranstaltung haben wir nicht geschafft, dafür aber einen guten Teil des Nachmittages, mit Camel Races, einem Hubschrauber (der Angas besonders faszinierte „katta" - sicher von Helikopter!), den vielen Ständen mit „goodies, sweeties, drinks, Ramsch" und vielem mehr. Ein echter Familientag. So ähnlich habe ich mir das vorgestellt. Viele Leute mit Campingsesseln, viele auf den Tribünen - einfach easy going and relaxed. Ein gesellschaftliches Ereignis und - so wie uns einige Zuseher versicherten - besser als manche andere Veranstaltungen in Alice, weil nicht so viele Menschen und auch keine Aboriginal people (sprich: keine betrunkenen Aboriginal people) den Camel Cup besuchten. Die Woche vorher war Alice Springs Show (ist sogar ein Feiertag für Alice!). So etwas wie ein großer Kirchtag - mit allem drum und dran. Mir war der Camel Cup lieber. Noch lieber würde ich die „Henley on Todd Regatta" erleben, wenn die „bodenlosen, selbst gemachten (Dosen)Boote durch den Tod River getragen werden, nein gelaufen werden. Das muss ein Mords Spaß sein, eben so richtig australisch „amusing". Aber, das Ereignis ist am 30.8.2008 - und da bin ich schon wieder in Österreich. Dann halt ein anderes Jahr!
In Alice selbst habe ich dann noch Freunde besucht - und am Sonntag besuchten Angas und ich die katholische Messe. Was für eine Überraschung das Gotteshaus voll zu sehen, aboriginal Gesänge zu hören und Lesungen auf deutsch. JA - der Papst war an diesem Tag in Sydney gelandet und aus der ganzen Welt und aus Australien pilgerten junge Menschen zum Weltjugendtag nach Sydney. In Alice kamen auch einige Pilger aus Deutschland / Freiburg mit Priestern an/, die bei Familien übernachteten und ihre Weiterreise nach Sydney gemeinsam mit Aborginal people antraten. Ansonsten habe ich nichts vom Papstbesuch mitbekommen, außer den Zeitungsartikeln am Montag. Sein offizielles Programm begann dann am Donnerstag, aber da waren wir schon längst wieder in Elbale - ohne aktuelle Zeitung und ohne TV - weil Banjo und Christine ausgeflogen waren. Ich wusste nur, dass die australischen Katholiken auf ein „Sorry" warteten für so manche „Priestervergehen" (Scheint's ein weltweites Problem. War ja auch Thema bei seinem kürzlich beendeten Besuch in den USA). Ich bin neugierig, ob ich dazu noch eine Informationsquelle finde, ob hier in Australien offene Worte gesprochen wurden, so wie es die Australier lieben. Ich genoss Alice jedenfalls. Shane weniger, der hatte furchtbare Kopfschmerzen über Tage, was das Stimmungsbarometer nicht auf hoch bringen ließ. Trotzdem - hat er ein leckeres Mahl zubereitet und ich bekam auch meine Massage - war im Wunschpaket drinnen!
Angas genoss die Zeit, da wir viel auf Spielplätzen waren und ich ging auch noch shoppen - neues R.M.William Outfit für meine Präsentationen. Sunday Market in der Todd Mall bürgte für einen weiteren Highlight. Und mit Angas besuchte ich die Old Telegrah Station. Beim Anblick des Tiefkühlers mit dem Eis ist er davor gestanden, hat seine Zunge geschleckt und „hm hm" gemacht. Die Zeit der „tantrums" wird weniger. Er hätte es akzeptiert kein Eis zu bekommen, wurde aber schließlich doch mit einem verwöhnt. Wo sind seine Tage aus Gemtree, wo er täglich ein Eis bekam????
In kaum einem meiner Berichte habe ich über die weißen Australier geschrieben. Für mich ist es bereits so selbstverständlich, dass sie einfach ein relaxtes Völkchen sind. Dazu vielleicht ein kleines Erlebnis. Alice Springs, Post Office, montagvormittags, immer viele Leute, denn eigentlich ist ein Postamt für 25.000 Menschen zu wenig. Nicht einberechnet die vielen Menschen draußen im Busch, die gelegentlich auch nach Alice kommen. Die Schlangen im Postamt sind oft atemberaubend lange, doch keiner der PostbeamtInnen ist aus der Ruhe und aus seiner Gelassenheit zu bringen.
Ich selbst hatte an diesem Tag einiges an Post und ich fragte wie immer nach Marken, denn die „labels" sind bei weitem nicht so schön! (Fast hätte ich mich das heute nicht getraut, denn es dauert ja doch länger!) Aber...die nette Postbeamtin meinte nur „No worries. Oh the letters are for Austria. How wonderful. This is a country I would love to visit once." (Fast hätte sie mit mir zu plaudern begonnen!). Und, sie tat noch einen weiteren Dienst. Statt einer Marke zu AU$ 2,00 klebte sie auf die Briefe zwei verschiedene Marken. „This looks even nicer, doesn't it?" Wo in Österreich wäre mir das passiert - ohne mich die Missgunst der PostbeamtIn einzuholen, sowie die der wartenden Leute in der Schlange????

Apropos Schlange:
Als Shane und Duffy unseren Platz herrichteten, dort wo wir jetzt unser zu Hause haben - da waren sie,....die Schlangen.
Erst war da eine „Carpet Snake" („Teppichschlange") unter Wellblech gut eingerollt - fertig zum Winterschlaf. Diese ist nicht giftig. Shane meinte allerdings: „It makes you fairly crook." Das Tierchen kam in eine Schachtel und wurde am nächsten Tag in der Wildnis ausgesetzt. Bald darauf fand Shane einen „centepede" - der ganz schön viel Gift verstreut wenn er beißt. Ja und als Christine mit dem Ausnehmen von drei Kängurus beschäftigt war, war da auch noch eine Mulga Snake (die ist giftig), gleich beim Wasserhahn am Zaun. Na ja, die lebte nicht mehr lange, machte mich aber darauf aufmerksam zu achten, wo Angas spielt, denn natürlich liebt er es im Sand zu spielen, genau dort wo die zwei Schlangen waren. Bis heute keine weitere gesichtet. Ich hoffe, das bleibt weiter so.

Vom Weltgeschehen habe ich wieder mal nicht viel mitbekommen. Einmal hörte ich im TV über Wien und die Fußball-EM, dann war mal ein Bericht über das Mädchen in Amstetten, aus der Fritzl Familie, die aus dem Koma erwacht war.
Angas und ich liebten es, eine Folge von Komissar Rex zu sehen - immerhin waren wir nicht auf die Untertitel angewiesen. Und im „Weekend Australian" von Anfang Juli prangte das Bild von Natascha Kampusch neben dem Papst auf der ersten Seite. In der Farbbeilage gab es dann einen Bericht mit Interview von ihr, unter dem Titel: „From Cellar to Celebrity".
Von meinem Papa weiß ich aus einem Telefongespräch, dass wir im September Neuwahlen haben. Na ja, lange hat diese Koalition nicht gehalten. War aber vorauszusehen, oder? Hier in Australien steht die politische Führung auf NEU. John Howard (Liberals) hat das Ruder in den Wahlen im Herbst 2007 an Kevin Rudd (Labour) abgegeben. Gerade noch Mehrheit. Brandon Nelson ist in Opposition und meldet sich lautstark zu Wort.
Übrigens.....im Postfach hatten wir einen Flyer, Lehrer im NT gesucht. Ich habe mich entschlossen, um eine Registrierung anzusuchen und bin schon neugierig, was mir an Qualifikationen fehlt, oder ob das was ich an Zeugnissen und Erfahrungen mitbringe für eine Anstellung reicht?

So long.....will be back in Austria on Saturday, August 23rd, 2008. Just ready to present my new experiences in Austria. Schulworkshops sind eingeplant, im Fuhrmannsaal wird es eine Präsentation geben (voraussichtlich DO, 30. oder FR, 31.10.2008) ja und ich hoffe sehr, dass meine Männer spätestens im Dezember 2008 nach Österreich nachkommen. Wir werden sehen, wie lange wir dann da bleiben.
All the best
Noch einen schönen Sommer.
Mit lieben Grüßen

Maria
Shane Angas
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